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"Mein Vetter Friedrich will den Brutus spielen,
Und sieht, mit Kreid auf Leinewand verzeichnet,
Sich schon auf dem kurulschen Stuhle sitzen:
Die schwedschen Fahnen in dem Vordergrund,
Und auf dem Tisch die märkschen Kriegsartikel.
Bei Gott, in mir nicht findet er den Sohn,
Der, unterm Beil des Henkers, ihn bewundre.
Ein deutsches Herz, von altem Scrhot und Korn,
Bin ich gewohnt an Edelmut und Liebe,
Und wenn er mir, in diesem Augenblick,
Wie die Antike starr entgegenkömmt,
Tut er mir leid, und ich muß ihn bedauern."

Prinz Friedrich from Kleist’s Prinz Friedrich von Homburg. Actually a pretty cool line — the Brutus in question is one of the early Republican leaders of Rome, who — in what came to be a symbol for Republican commitment and consequentialism — sent his own sons to the gallows when they were involved in a Royalist plot.

Voltaire’s Brutus was played twice, to great effect, in France during the early years of the revolution. 

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"Ich werde Ihrem Phöbus zum Gespann vorlegen, was ich Bestes habe — kein Stecken-, Schaukel-, Nürnbergspferd—, und kann ich ihm und mir nicht helfen, so mag meines so nebenher laufen, wie man sonst in Neapel ledige Pferde zur Lust neben dem Gespann mittraben ließ"

Jean Paul an die Redaktion des Phöbus, 5.1.1808. 

This is a pretty amusing letter as well. Jean Paul, solid guy. 

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"Was sagen Sie zur Welt, d.h. zur Physiognomie des Augenblicks? Ich finde, daß mitten in seiner Verzerrung etwas Komisches liegt. Es ist, als ob sie im Walzen, gleich einer alten Frau, plötzlich nachgäbe (sie wäre zu Tode getanzt worden wenn sie fest gehalten hätte); und Sie wissen, was dies auf den Walzer für einen Effekt macht. Ich lache darüber, wenn ich es denke."

Kleist an Adolfine von Werdeck, 30.10.1807

Kleist, being insane. What could this possibly mean?

Video

lana del rey is a pop oracle. every non-musical statement of hers that i have come across indicates that she is an utter moron, but this only seems to have made her a better vessel for the muse — mind-blowing lyrics. i am going to listen to this in a trance all day. 

(Source: Spotify)

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"Man with wooden leg escapes prison. He’s caught.
They take his wooden leg away from him. Each day
he must cross a large hill and swim a wide river
to get to the field where he must work all day on
one leg. This goes on for a year. At the Christmas
Party they give him back his leg. Now he doesn’t
want it. His escape is all planned. It requires
only one leg."

— Jack Tate

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"Originially found in Quintillian and apparently disseminated in modern times through Pierre Bayle’s Dictionnaire historique et critique, the anecdote tells of a Macedonian who could throw a lentil through the eye of an needle and who was rewarded by Alexander wit ha dish of lentils."

—Footnote to Herder’s use of the image in Auch eine Geschichte…

Fairly accurate description of my career path. 

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"Daß wir aber überhaupt die Geschichte im ganzen auf Sinn und Unsinn hin befragen, ist selbst schon geschichtlich bedingt: jüdisches und christliches Denken haben diese maßlose Frage ins Leben gerufen. Nach dem letzten Sinn der Geschichte ernstlich zu fragen, überschreitet alles Wissenkönnen und verschlägt uns den Atem; es versetzt uns in ein Vakuum, das nur Hoffnung und Glaube auszufüllen vermögen.Die Griechen waren bescheidener. Sie maßten sich nicht an, den letzten Sinn der Weltgeschichte zu ergründen. Sie waren von der sichtbaren Ordnung und Schönheit des natürlichen Kosmos ergriffen."

— Karl Löwith

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"Ach, Wilhelmine, ich hörte letzthin in dem Naturrechte die Frage aufwerfen, ob die Verträge der Liebenden gelten könnten, weil sie in der Leidenschaft geschehen —"

— Heinrich von Kleist 

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"Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie Du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir eben auch, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben."

— Kafka (the passage immediately preceding the “A book must be the axe for the frozen sea in us…) 

Text

timeimmemorial:

I went out to the kitchen to make coffee — yards of coffee. Rich, strong, bitter, boiling hot, ruthless, depraved. The lifeblood of tired men.

— The Long Goodbye, Raymond Chandler